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Kommet herbei! – Online-Vortrag und Hangout am 5. April

Morgen Abend laden wir alle Eule-Abonnent:innen zu einer besonderen Veranstaltung ein: Und Du kannst dabei sein! Jonathan Spanos spricht über Flüchtlingsdebatten, die bis heute nachwirken + Hangout mit der Redaktion.

Liebe Eule-Leser:in!

Morgen Abend laden wir zu einem besonderen Online-Vortrag ein: Jonathan Spanos spricht über die Flüchtlings-Debatten der Vergangenheit, die uns helfen, Gegenwart und Zukunft besser zu verstehen. Alle Eule-Abonnent:innen sind eingeladen (und erhalten den Zugang zum Zoom-Meeting automatisch per Email).

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Hunderttausende Menschen fliehen derzeit aus der Ukraine vor dem Krieg. Sie werden in den unmittelbaren Nachbarländern, aber auch bei uns in Deutschland aufgenommen. Die Hilfsbereitschaft ist groß. Das erinnert viele Menschen an die sog. „Flüchtlingswelle“ von 2015. Auch damals halfen viele Menschen großherzig, bevor im Land eine andauernde Diskussion über Flucht und Migration anschwoll, die Deutschland für immer verändert hat. Christ:innen waren und sind bei der Flüchtlingshilfe stark engagiert, doch wird unter ihnen immer wieder auch über den richtigen Umgang mit Flüchtlingen und Migranten gestritten. Nicht erst im 21. Jahrhundert.

Wir laden Sie/Dich herzlich zu einem besonderen digitalen Vortragsabend morgen, am Dienstag, den 5. April ab 20 Uhr, bei der Eule und mit Jonathan Spanos ein! Alle Eule-Abonnent:innen erhalten am Veranstaltungstag eine Email mit den Zugangsdaten für den Online-Vortrag. Eine zusätzliche Anmeldung ist nicht nötig. Nach Vortrag und Diskussion findet ein Hangout mit der Eule-Redaktion statt!

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Deine Eule-Redaktion


Zum Vortrag

In den späten 1970er-Jahren diskutierten evangelische Christinnen und Christen intensiv über flüchtlingspolitische Themen. Während die staatliche Asylpolitik einerseits immer restriktiver wurde, erlebte die Bundesrepublik im Sommer 1979 eine breite Welle der Zuwendung und Hilfsbereitschaft für die im südchinesischen Meer treibenden Bootflüchtlinge aus Vietnam, die als „boat people“ in das ikonographische Gedächtnis der Welt eingegangen sind.

Die damals verhandelten Fragen sind bis heute aktuell: Werden Flüchtlinge aus Osteuropa gegenüber Menschen aus Ländern der „Dritten Welt“ bevorzugt? Gibt es bei der Rettung von Bootsflüchtlingen überhaupt noch etwas zu diskutieren? Was soll die christliche Haltung zur Flüchtlingspolitik sein? Und welche Rolle sollen die Kirchen bei diesem Thema gegenüber dem Staat einnehmen?

Der Vortrag von Jonathan Spanos führt zurück in die 1970er-Jahre und versucht diese verschiedene Debattenstränge und historischen Entwicklungen als Vorgeschichte unserer Gegenwart aufzudröseln. Im Anschluss werden wir miteinander diskutieren.

Jonathan Spanos‘ Dissertation „Flüchtlingsaufnahme als Identitätsfrage“ erscheint voraussichtlich im Mai 2022 bei Vandenhoeck & Ruprecht. Darin beschäftigt er sich mit dem Protestantismus in den Asyl-Debatten der Bundesrepublik von 1949 bis 1993 und fördert viele überraschende und herausfordernde Ergebnisse ans Tageslicht. Einen Teil davon bringt er bei der Eule in die aktuelle Debatte ein.


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