Newsletter Re:mind (30)

3 Hot Takes zu Trump vs. Leo

Was können wir aus dem Streit der MAGA-Bewegung mit Papst Leo XIV. lernen? Wer gegen MAGA und die AfD zu Felde ziehen will, muss sich auch selbst befragen.

Liebe Eule-Leser:innen,

ich stecke ein wenig in der Bredouille. Das schlagzeilenbeherrschende religionspolitische Thema der Woche ist zweifellos der Konflikt von Donald Trumps „Make America Great Again“-Bewegung mit dem US-amerikanischen Papst Leo XIV., den Trump am Montag mit einer Tirade gegen den römisch-katholischen Pontifex Maximus weiter eskalierte.

Allein, dieser Streit war ja bereits am vergangenen Freitag hier im „Re:mind“-Newsletter Thema. Und auch wenn in vielen (großen) Medien in diesen Tagen reichlich über Trump vs. Leo geschrieben wurde, als ob es um eine Wrestling-Darbietung oder den Super Bowl ginge; auch wenn auf Social-Media-Plattformen der Meme War, der Krieg mit lustigen bzw. hintergründigen Bildern und Symbolen, freudig geführt wurde – etwas in der Sache wirklich Relevantes wurde durch Trumps Ausfall der Debatte nicht hinzugefügt. Sind dem fortwährenden Theater neue Erkenntnisse abzugewinnen?

Ich gieße meine Beobachtungen weiter unten in diesem Newsletter in drei Hot Takes. So nennt man im Netz ja für gewöhnlich das, was Offline-Boomer früher einmal Thesen nannten. Was können wir also aus dem Streit lernen?

Hot Take Nr 1: Trump ist (k)ein Stratege

Dass Donald Trump kein strategisches Mastermind ist, hat zuletzt der Iran-Krieg noch einmal eindrucksvoll bewiesen. Das Ende zuvor zu erwägen, stellt im Denken des US-Präsidenten wohl schon ein unmännliches und unamerikanisches Zugeständnis an die Komplexität der Welt dar, die er in der eigenen Propganda so beharrlich leugnet. So wird Trump im letzten Viertel seiner Präsidentschaft(en) endgültig zum Opfer der eigenen Botschaft. Ein bemerkenswertes Zeugnis für die Kraft der Autosuggestion.

Doch sollte man sich hüten, wie Evelyn Finger in der ZEIT (€), den „Truth Social“-Angriff des Präsidenten auf Papst Leo vom Montag dieser Woche allein als emotionale Reaktion auf dessen beharrliche Mahnungen zum Frieden zu verstehen. Trump mag von Geostrategie keine Ahnung haben, weil ihm das Weltwissen abgeht, aber er ist ein führender Experte des strategischen Machterhalts (oder der Machtergreifung), weil er sich (aus eigener Naherfahrung?) darauf versteht, an die niederen Instikte, die dunklen Seiten der Menschen zu appellieren.

Deshalb tut man gut daran, Trumps Anti-Leo-Aussagen als Botschaften an seine Wähler:innenschaft zu verstehen, hier besonders an die männlichen, christlichen und katholischen Wähler, mithin also an seine eigentliche Machtbasis. Ihnen betet er abermals (nichts Neues hier) das Evangelium der Stärke vor, das notwendig die Abwertung der Sanftmütigen, Friedenswilligen und (nur vermeintlich) Schwachen enthält. Seinen Anhänger:innen bietet Trump den Dualismus zwischen einer vitalen, virilen und glaubensfesten MAGA-Bewegung und dem frömmelnden, alten und weibischen Papst-Katholizismus an.

Weil er damit lange bekannte Vorurteile gegenüber den traditionellen christlichen Kirchen im Allgemeinen und der katholischen Kirche im Besonderen reaktiviert, dürfte diese Botschaft nicht nur bei einigermaßen orientierungslosen (jungen, männlichen) Katholik:innen verfangen, sondern auch bei anderen christlichen Glaubensgeschwistern, die sich in ihrem anti-establishment und anti-katholischen Ressentiment bestärkt fühlen dürfen. Insofern ist die MAGA-Bewegung nichts anderes als ein wild gewordener Sprössling der US-Religionsgeschichte.

Der Rest von uns weiß allerdings, dass die Welt nicht so einfach ist, dass man sie in zwei Hälften der Guten und Schlechten teilen könnte. Sogar bei religiösen Praktiken einigermaßen entwöhnten Zeitgenoss:innen kann man auf das Basiswisssen vertrauen, dass die christliche Botschaft mindestens mal ein Evangelium der Barmherzigkeit ist und Gott kein auf Rache sinnender Maskulinist:

„Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.“

Hot Take Nr. 2: Der römische Katholizismus hat seinen Zauber verloren

Wenn die US-amerikanische Bischofskonferenz in ihrer Verteidigung des Pontifex darauf beharrt, dass Leo keineswegs nur ein paar theologische Gedanken zur Diskussion stellt, sondern als Vicar of Christ (Stellvertreter Christi) allgemeingültige Wahrheiten verkündet, handelt es sich nur um eine scheinbar effektive Widerrede gegen den Anwurf des US-Vizepräsidenten J.D. Vance, der Papst solle sich auf „vorsichtige“ theologische Rede begrenzen und aus der Politik raushalten.

Die Bischofskonferenz verbleibt ganz im römisch-katholischen Mindset, konfessionelle Zugehörigkeit auf dem Weg der Unterwerfung unter eine einzige Lehrautorität herzustellen, das allerdings in der Moderne brüchig geworden ist und nicht mehr plausibel gemacht werden kann.

Ja, es ist irgendwie albern, dass Vance, der als Erwachsener zum Katholizismus konvertierte, ausgerechnet jenem Papst die Lehren des Kirchenlehrers Augustinus von Hippo erklären will, der zuvor Chef des Augustinerordens war, seine Doktorarbeit über Augustin geschrieben hat und zum Zeitpunkt des Vance-Statements gerade auf einer Reise in die Heimat des Heiligen Augustinus war. Dort, in Algerien, feierte der Papst in der Basilika St. Augustin in Annaba eine Messe. Nicht nur auf Bluesky erkennt man darin ein peak adult catholic convert Verhalten.

Die höchst subjektive und selektive Anverwandlung von Glaubensinhalten mag bei Vance Konvertiten-typisch ein wenig penentranter ausfallen als anderswo, aber es ist in ihr auf einer tieferen Sinnebene kein Unterschied dazu, wie Katholik:innen weltweit und insbesondere auch in Deutschland katholisch sind. Erst gerade eben haben Annika Schmitz von der Herder Korrespondenz und Louis Berger von der Kirche + Leben im „Eule-Podcast“ anknüpfend an die Debatte um den Synodalen Weg in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland erklärt, dass „rheinischer“ Katholizismus immer auch im Widerspruch oder in Ignoranz gegenüber den römischen Lehren besteht.

In der (Post-)Moderne picken wir alle uns aus den zur Verfügung stehenden Traditionen und Gedankengebäuden jene Glaubenswahrheiten heraus, die uns zupasskommen. Seit vielen Jahren schon zeigen (insbesondere US-amerikanische) Studien, dass diese Wahl entlang der politischen und keineswegs vorrangig wegen der religiösen Orientierung erfolgt und wir alle unsere Überzeugungen mit jenen unserer sozialen Peer-Groups harmonisieren. Diesen Umstand sollte man nicht ganz vergessen, wenn man nun (endlich doch) den „Anti-Trump“ Leo entdeckt und abfeiert.

Jenseits der Memes darf man inhaltlich ein großes Fragezeichen daran machen, ob die (gut katholische) Menschenwürde-Konzeption des Papstes und die von ihm bemühte Lehre vom Gerechten Krieg außer als Anti-Trump-Vehikel wirklich noch Gültigkeit beanspruchen dürfen. Es wäre jedenfalls besorgniserregend, wenn all die feierlichen Kommentator:innen in den großen Medienhäusern und auf den Social-Media-Plattformen, dem Papst darin wirklich vollumfänglich zustimmen würden.

Papst Leo ist jedenfalls kein zuverlässigerer Ally für emanzipatorisch denkende, an den Menschenrechten orientierte Akteur:innen als es sein direkter Vorgänger Franziskus war. Im Gegenteil, er führt dessen Hü-Hott konsequent fort und bestätigt damit implizit doch das post-moderne Buffet-Paradigma.

Mit Gedanken von Antje Schrupp über das postpatriarchale Chaos, die wir in dieser Woche mit ihr im „Eule-Podcast“ diskutieren, gesprochen: Der römische Katholizismus als Refugium des Patriarchats steht zur Welt des post-patriarchalen Chaos im Widerspruch, in dem sich aber einzelne Akteur:innen, so wie der „postpatriarchale Chaot“ J.D. Vance, katholisch gecodeter Signale bedienen.

In diesem Sinne lässt sich auch die memetische Imago Dei Trumps zur Jesus-Figur verstehen. Wenn niemand mehr über die uneingeschränkte Autorität verfügt, zu bestimmen, was geglaubt werden oder als christlich gelten darf, dann darf sich am Ende auch jede:r für einen Wundermann (oder -Frau) und den Erlöser halten.

Zwischen uns und diesen kerygmatischen Relativismus kann man sicher situativ Lehrautoritäten wie Papst Leo als Schutzwall einfügen, den man bei anderer Gelegenheit bereitwillig stürmt. Besonders wenn man, wie nicht wenige Kommentator:innen, in der Kindheit an die Schönheit dieses vereinfachenden Katholizismus gewöhnt wurde und ihm „nur“ lebensweltlich entwachsen ist.

Tatsächlich aber können wir wohl nur auf dem Weg des vernünftigen Diskurses (Habermas sel. A.) zu immer neuen kontigenten Klärungen kommen, offensichtliche Pervertierungen christlicher Lehrinhalte und Traditionen zurückweisen und neu verhandeln, was in aller Vielfalt im 21. Jahrhundert vor dem christlichen Glauben verantwortbare Politik und religiöse Praxis sein kann. Ob es auf diesem Weg wirklich hilfreich ist, sich auf das memetische und begriffliche Spielfeld der MAGA-Bewegung („Anatomie eines Antichrists“) zu begeben, kann man diskutieren.

Hot Take 3: Der MAGA-Glauben betrifft uns (doch)

Angesichts der Pervertierungen des christlichen Glaubens in der MAGA-Bewegung oder dessen Karikatur in der Kirchenkritik der AfD hierzulande, könnten sich durchschnittliche, dem messianischen Furor des Evangelikalismus und dem Despotismus des traditionalistischen Katholizismus entwöhnte Christ:innen in Deutschland eigentlich entspannt zurücklehnen: Geht uns das wirklich an?

Sicher, indem man ernsthaft versucht, MAGA- und/oder AfD-Theologen inhaltlich zu stellen, wertet man deren Thesen auf und reicht mindestens beiläufig deren Deutungen auch an das eigene Publikum weiter. Darum sollte man hier Vorsicht walten lassen. So sinnvoll das Bubblecrashen gelegentlich auch ist, schon um des Seelenheils der in den Echokammern gefangenen Menschen wegen, so deutlich ist auch, dass dafür ein Mindestmaß an Mitwirkungswillen der Betroffenen von Nöten ist. Manche Leute wollen einfach an ihren Sprechblasen ersticken. Wer sind wir, sie davon abzuhalten?

Doch die entmystifizierten, gemäßigt liberalen, so genannten „progressiven“ Christ:innen betrifft der MAGA-Glauben als Nicht-Betroffene vor allem deswegen, weil es sich bei ihm nicht allein um eine Pervertierung des Glaubens handelt, sondern um eine Invertierung.

Der MAGA-Kult ist das zu einem einigermaßen kohärenten Bild geronnene Ressentiment über Christ:innen und ihren Glauben. Deshalb feiern in ihm antisemitische, anti-katholische und anti-aufklärerische Motive fröhlich Urständ. Wobei das Wort Urständ, also Auferstehung, das falsche Bild malt: Diese Ressentiments waren nie weg, sondern leben mindestens subkutan auch in jenen christlichen Traditionen, die habituell und theologisch auf maximalen Abstand zur MAGA-Bewegung Wert legen.

Ganz offensichtlich wird dies, wenn man, wie der Journalist Christopher Hale, versucht, die christliche Friedensbotschaft dadurch gegen MAGA verteidigen zu wollen, indem man sie gegen einen sog. „alttestamentlichen Gott“ in Stellung bringt. Auch das oben zitierte „Macht hoch die Tür“ wider das irdische Königtum Donald Trumps enthält die theologisch mindestens fragwürdige Redefigur von Gott als einem souverän herrschenden König, auf dessen Gnade seine Untertanen nur hoffen können: Feudalismus statt Gewaltenteilung und Grundrechtekonsens im Staat des Grundgesetzes.

Und selbst in dem sehr wichtigen Statement aller Leitenden Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche in Sachsen-Anhalt zum Wahlprogramm der AfD finden sich solche Selbstwidersprüche: Bischof Gerhard Feige (Bistum Magdeburg), Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer (Evangelische Landeskirche Anhalts) und Landesbischof Friedrich Kramer (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland) erklären darin, das AfD-Wahlprogramm „stehe für eine Abkehr von bisher selbstverständlichen Freiheitsrechten in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen“:

„Menschenwürde, Freiheit und Solidarität finden in diesem Gesellschaftsentwurf keine Heimat. Der Freiheit der individuellen Lebensgestaltung steht ein Rückgriff auf traditionalistisch patriarchalische Rollenbilder gegenüber. Staatliche Denkvorgaben ersetzten die Wissenschaftsfreiheit. Religionsfreiheit wird nach politischer Zweckmäßigkeit bemessen. Eine völkisch-nationalistische Sicht verengt Kunst und Kultur. Statt Wandel mit Zuversicht zu gestalten wird Angst vor Veränderung geschürt. Statt auf ein solidarisches Miteinander wird auf Polarisierung und Ausgrenzung gesetzt. Der Rechtsstaat wird verächtlich gemacht, anstatt Vertrauen in Institutionen zu stärken.“

Wer gegen MAGA und die AfD zu Felde ziehen und Aussicht auf Erfolg haben will, muss sich vor allem auch selbst befragen: Wie steht es um „traditionalistisch patriarchale Rollenbilder“ in den Kirchen? Wie leben wir in unseren christlichen Gemeinden ein „solidarisches Miteinander“ vor? Worin unterscheidet sich notwendige und zielführende Institutionenkritik von der Verachtung, die ihnen gegenüber von Rechts vorgetragen wird? Oder erschöpft sich Widerstand gegen die AfD / MAGA darin, den Status Quo erhalten zu wollen?

Der Streit Trump vs. Leo ist absolut zeitgemäß. Gerade auch darin, dass er im Grunde um die Vergangenheit kreist. Dem müssten wir in größerer Weisheit nicht nur religionshermeneutische Schläue entgegenhalten, sondern auch eine lebendige Vision von einer besseren Zukunft.

Aktuell im Magazin

„Das betrifft mich nicht“ – echt jetzt? – Carlotta Israel („Sektion F“)

Was bedeutet Betroffenheit von Diskriminierung oder Missbrauch? Intersektionale Perspektiven können beim Nachdenken über sexualisierte Gewalt in der Kirche helfen.

„In manchen Fällen „betrifft“ eine*n zum Beispiel Missbrauch in der Kirche insofern nicht, als dass nicht der eigene Leib und die eigene Würde verletzt worden sind. Das scheint mir eine wichtige Unterscheidung zu sein. Aber zu denken, das Thema beträfe nicht alle mit Kirche und The*logie befassten Personen, ist ein Problem, das wir nach wie vor haben. Eine Nachricht mit „Missbrauch evangelisch“ oder „sexualisierte Gewalt“ in der Betreffzeile geht alle Menschen in der Kirche an.“

Eule-Podcast (58): Ist das Patriarchat vorbei? Mit Antje Schrupp (52 Minuten)

In ihrem neuen Buch erklärt die Journalistin und feministische Vordenkerin Antje Schrupp das Patriarchat für beendet. Allerdings ist an seine Stelle nicht das Paradies getreten, sondern postpatriarchales Chaos. Im „Eule-Podcast“ bei Eule-Redakteur Philipp Greifenstein erläutert sie, was es mit dem postpatriarchalen Chaos auf sich hat, was es für Frauen und Männer bedeutet und wie wir es bekämpfen können.

Leo gegen Trump in der Nacht des Krieges – Philipp Greifenstein („Re:mind“-Newsletter)

Papst Leo und die Trump-Regierung liegen im heftigen Streit um den Iran-Krieg. Papst Leo XIV. verurteilt den Krieg deutlich. Die US-Bischofskonferenz und der Vatikan sind sich einig: Der Krieg entspricht weder der katholischen Lehre vom Gerechten Krieg noch ist er mit dem geltenden Völkerrecht vereinbar. In den USA gibt es mit „Stand with Pope Leo“ sogar eine Aktion zur Aktivierung der katholischen Bürger:innen.


Für die mitteldeutsche Kirchenzeitung Glaube + Heimat (€) habe ich Pfarrer Andreas Tschurn aus Leuna porträtiert. Tschurn tritt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September als Direktkandidat für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Querfurt an und wird deshalb auch zwei Monate vom Dienst als Pfarrer beurlaubt. Der Wahlkreis ist umkämpft, wurde zuletzt von der CDU, davor von der AfD gewonnen. Einer der direkten Konkurrent:innen von Tschurn ist der AfD-Fraktionsvize und -„Chefideologe“ Sachsen-Anhalts, Hans-Thomas Tillschneider, auf den auch die kirchenfeindlichen Passagen des AfD-Landtagswahlprogramms maßgeblich zurückgehen.

„Evangelische und katholische Kirche verunglimpft er als „Kirchensteuerkirchen“, die „dem Glauben schaden“, weil sie sich für Vielfalt einsetzen und vor der AfD warnen: „Die evangelische Kirche knüpft mit ihrer schamlosen und antichristlichen Nähe zu den Altparteien an die schlechtesten Traditionen evangelischer Staatstreue an.“ Die AfD will im Falle einer Alleinregierung in Sachsen-Anhalt die Staatleistungen an die Kirchen und den staatlichen Kirchensteuereinzug sofort beenden.

Dass er bei der Landtagswahl auch gegen Tillschneider und die AfD antritt, macht Andreas Tschurn im Gespräch mit der „Glaube + Heimat“ deutlich: „Die AfD erzählt den Leuten, dass bei uns alles den Bach runtergeht. Das stimmt nicht!“ Er wolle „den Untergangserzählungen mit Hoffnung und Aufklärung begegnen“ und zeigen, „was in unserer Region schon alles gelingt“. […] „Aber die Demokratie lebt von der Vielfalt, deshalb braucht es auch mehrere demokratische Alternativen auf dem Wahlzettel.“ Der CDU allein traue er nicht zu, „klare Kante gegen die AfD zu zeigen“.“


Du erreichst uns z.B. per E-Mail oder über die verschiedenen Kommentarfunktionen, auf MastodonFacebook und Instagram sowie Bluesky.

Ein schönes Wochenende wünscht
Philipp Greifenstein


Ein guter Satz

„Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt!“

– Gustav Heinemann, späterer Bundespräsident, erster Präses der EKD-Synode, noch als Bundesminister des Innern vor seinem Rücktritt aus dem Kabinett Adenauer wegen der Wiederbewaffnung auf dem Essener Kirchentag 1950


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