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Foto: Beratung bei der Diakonie, © Diakonie/Hermann Bredehorst

Wahlhilfe für Klickfreudige

Welche Konsequenzen hat meine Wahlentscheidung für Arme, Pflegebedürftige oder Geflüchtete? Mit dem Sozial-O-Mat der Diakonie kann jeder herausfinden, wen er sozialverträglich wählen sollte.

Die Diakonie Deutschland stellt zur Bundestagswahl den Sozial-O-Mat zu Verfügung. Er soll helfen, die Konsequenzen der eigenen Wahl für wirtschaftlich schwache Familien, Schutz- und Pflegebedürftige und arme Menschen wahrzunehmen.

Sich durch den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zu klicken, hat für viele junge Wählerinnen und Wähler inzwischen Tradition. Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl ist seit heute online.

Traditionell deckt der Wahl-O-Mat zahlreiche Politikfelder ab. Auch solche, zu denen sich Otto-Normal-Demokraten eher selten differenzierte Meinungen bilden. Zwar kann man in einem weiteren Schritt die eigenen Antworten gewichten, doch nicht selten blendet die Vielfalt.

Im Sozial-O-Mat der Diakonie finden sich demgegenüber nur wenige Fragen, allesamt Soziales betreffend. Darum ist das Online-Werkzeug vor allem für jene interessant, die ihre Wahlentscheidung gerne sozialverträglich treffen wollen, denen die Gerechtigkeit im Lande am Herzen liegt. Weil der Sozial-O-Mat andere wichtige Themen weglässt, gibt sein Ergebnis allein darüber Auskunft, welche Partei den eigenen sozialpolitischen Überzeugungen am ehesten entspricht.

Niemand wird sich mit all seinen politischen Überzeugungen bei einer Partei wiederfinden können. Wahlen in einer repräsentativen Demokratie bedeuten immer Kompromisse: nicht nur bei der Regierungsbildung, auch an der Wahlurne. Wenn mehr Menschen bei der Wahlentscheidung auf ihr soziales Gewissen hören – auch und gerade wenn andere ihrer politischen Vorlieben anderswo beheimatet sind – kann es in Deutschland gerechter zugehen.

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