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Auf einen anderen warten? – Die #LaTdH vom 15. Dezember

Endet 2019 wie es begonnen hat? In der Debatte geht es um die Gefahren im finsteren Digital. Außerdem: Missbrauch und Erinnerung in der röm.-kath. Kirche und andere Weihnachtsgeschichten.

Debatte

EKD: Digitalisierung zur Verteidigung der Menschenrechte nutzen (evangelisch.de, epd)

Die Evangelische Kirche in Deutschland (@EKD) weist auf die Chancen der Digitalisierung zur Verteidigung der Menschenrechte hin: „Durch digitale Möglichkeiten können Menschenrechtsverletzungen am Computer rekonstruiert werden, um vor Gericht als Beweismittel verwendet zu werden“, erklärt Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber im Vorwort zu dem am Dienstag in Hannover vorgestellten Materialheft der EKD unter dem Titel „Schöne neue Welt? Menschenrechte und Digitalisierung“ (PDF).

Digitalisierung und Menschenrechte, Gerechtigkeit und ziviler Ungehorsam, Sexualität und Heimatgefühl – die EKD greift in ihren Denkschriften seit Jahrzehnten grundsätzliche Fragen auf. Einige Dokumente hatten politischen Einfluss. Nun ist die Demokratie-Denkschrift von 1985 ins Polnische übersetzt worden – aus aktuellem Anlass.

Täglicher Transparenzmangel bei TikTok (und YouTube) – Hanno Terbuyken (evangelisch.de)

Während das chinesische Social-Media-Netzwerk TikTok laut einer Recherche von @netzpolitik_org aktiv dicke und homosexuelle Menschen von Reichweite ausschließt, tut YouTube im Rewind 2019 so, als würden sie Nichts aktiv auswählen: Beides passiert versteckt im Hintergrund. Die Plattformen brauchen mehr Transparenz, fordert daher Hanno Terbuyken (@dailybug) in seinem Blog „Confessio digitalis“ bei @evangelisch_de:

Es ist ja sinnvoll, dass die Plattformen ihre Inhalte kontrollieren und nicht ungefiltert alles veröffentlichen und groß machen, was Nutzer*innen hochladen. Aber sie müssen das klar sagen, auch über die offensichtlichen Pflichten hinaus (Nazis, Terroristen), und sich der Kritik an diesen Regeln stellen. Der Anschein der nutzergesteuerten Neutralität ist in jedem Fall gelogen.

Ethik auf dem Bildschirm (Communicatio Socialis)

Blut, Gewalt und Tod – was in der Realität für Entsetzen sorgt, sorgt im Kino für kurzweilige Unterhaltung. Auch wenn die Kugel auf Leinwand oder Bildschirm für die Zuschauer ungefährlich bleibt, hinterlässt das Gesehene seine Spuren: Filme lassen uns lachen oder weinen, wecken unser Mitgefühl, sorgen immer wieder für Kontroversen.

Kein Wunder, dass Film und Fernsehen ein zentraler Betrachtungsgegenstand der Medienethik sind – und das nicht nur dann, wenn es um Gewaltdarstellungen geht. Dem Thema „Ethik auf dem Bildschirm“ widmet sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Communicatio Socialis (@ComSocialis). Frei verfügbar ist der Beitrag „Geliebtes Monster“ von Alexander Godulla (@AGodulla) über „die Bedeutung und Wirkung parasozialer Beziehungen im Quality TV“.

„Anything goes“? Digitalisierung und der geistvolle Markenkern der Kirche – Thomas Schlag (feinschwarz.net)

Die zunehmende Digitalisierung insbesondere der medialen Kommunikationsformen stellt auch das institutionalisierte Christentum vor erhebliche Herausforderungen. Thomas Schlag (@TOCSchlag), Professor für Praktische Theologie und Vorsitzender der Leitung des Zentrums für Kirchenentwicklung (ZKE) der Theologischen Fakultät der Universität Zürich, erläutert bei @feinschwarz_net, weshalb die Kirchen in diesen Dynamiken ihren „institutionellen Markenkern“ stark machen sollten:

Was am Ende überzeugen wird, ist – neben der notwendigen professionellen Präsenz im Netz – die konkrete Wort-Verkündigung, Ansprechbarkeit und wenn man so will, leibliche Präsenz von Kirche durch ihre einzelnen Glieder. Bildschirme und Chatforen können die ganzheitliche gottesdienstliche Gemeinschaft jedenfalls nicht ersetzen. Dies gilt selbst dann, wenn sichtbare Anschaulichkeit via digitaler Oberflächen hergestellt wird. Denn kirchentheoretisch gesprochen lebt die Kirche in ihrer Einheit, Allgemeinheit, Heiligkeit und Apostolizität wesentlich von den einzelnen Gliedern, die genau dieses Wortereignis vor aller Augen immer wieder auf neue und kreative Weise zum Vorschein bringen.

Die größte Propaganda-Maschine der Geschichte – Sacha Baron Cohen (Der Freitag)

Der britische Komiker und Schauspieler Sacha Baron Cohen („Borat“, @SachaBaronCohen) hat in seiner Dankesrede für die Verleihung des International Leadership Awards der amerikanischen Anti-Defamation League (@ADL) Tech-Firmen wie Facebook, YouTube, Google oder Twitter scharf kritisiert:

Erlauben Sie mir, dass ich mit einem Vorschlag schließe, die Zielsetzung unserer Gesellschaft neu zu definieren. Es darf nicht sein, dass Menschen wegen dem, was sie sind, woher sie kommen, wen sie lieben oder wie sie beten, verfolgt, belästigt oder ermordet werden. Das zu verhindern, muss das ultimative Ziel der Gesellschaft sein. Wenn wir die Wahrheit der Lüge vorziehen, die Toleranz dem Vorurteil, Empathie der Gleichgültigkeit und Experten den Ignoranten – dann können wir vielleicht – nur vielleicht – die größte Propaganda-Maschine der Geschichte stoppen, die Demokratie retten und einen Raum für Redefreiheit und freie Meinungsäußerung erhalten. Und vor allem: Dann werden meine Witze weiter funktionieren.

nachgefasst

Sexueller Missbrauch

Nach der MHG-Studie und einem „Motu proprio“ von Papst Franziskus reagiert die Deutsche Bischofskonferenz: Die römisch-katholischen Bischöfe erneuern ihre Richtlinien zum Umgang mit Missbrauch. Demnach sollen Betroffene noch stärker an Prozessen beteiligt werden. Sie sollen – neben externen Experten – Teil der Beraterstäbe werden, die die Oberhirten im Umgang mit dem Thema Missbrauch und Prävention unterstützen.

Missbrauch: Die Verspottung der Freiheit – Hildegard Wustmans (LIMINA)

Hildegard Wustmans, Leiterin des Dezernats Pastorale Dienste im Bistum Limburg, blickt in ihrem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift LIMINA (Grazer Theologische Perspektiven) auf das Phänomen des spirituellen Missbrauchs, beschreibt dahinterstehende Muster und fragt nach pastoralen und strukturellen Antworten:

Den Verantwortlichen in Gemeinschaften und Diözesen kommt vornehmlich die Aufgabe zu, Verantwortung zu übernehmen. Sie sind es den Opfern schuldig, dass Missstände angesprochen und behoben werden. Opfer müssen gehört werden. Dabei muss den Bischöfen und Vertreter*innen der Gemeinschaften klar sein, dass es hier nicht um pastorale Gespräche und persönliche Betroffenheitsbekundungen geht, die letztlich keine Konsequenzen zeitigen.

Für die Opfer ist es schwer auszuhalten, dass es trotz bestehender kirchlicher Normen keine Sanktionen oder andere erkennbaren Konsequenzen (z. B. wahrnehmbarer Abstand von Führungspersonen zu Täter*innen) gibt. Hier ist eine neue Eindeutigkeit und eine klare Option für die Betroffenen erforderlich.

Zudem braucht es Präventions- und Anlaufstellen für Betroffene spirituellen Missbrauchs und die Aufarbeitung dieser Form des Missbrauchs in der Kirche. Vergehen müssen (kirchen-)gerichtlich verfolgt und bewertet werden.

Und schließlich kommen auch Gott und die Theologie ins Spiel. Wer die Rede von Gott dazu benutzt, um mit dem Verweis auf Gott selbst zu manipulieren und eng zu führen, argumentiert letztlich häretisch.

Wie Bischöfe und Laien die Entschädigung der Missbrauchsopfer hintertreiben – Norbert Lüdecke (Frankfurter Rundschau)

Noch haben sich die deutschen Bischöfe nicht entschieden, welche Summen sie Missbrauchsbetroffenen in Zukunft zahlen wollen – und aus welchen Geldtöpfen. Der Bonner Kirchenrechtler Norbert Lüdecke wirft ihnen in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau (@fr) vor, mit den Laien vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (@zdkonline) eine Scheindiskussion um die Kirchensteuer zu führen:

Seit 2012 zieht jeder „Kirchenaustritt“ – übrigens auch der von Missbrauchsopfern – kirchenrechtlich automatisch die fast völlige Entrechtung nach sich. Gemessen an der Sanktionsdrohung, zählt er damit in der Kirche zu den sehr schweren Verfehlungen. Für klerikale Missbrauchstäter gelten hingegen bis heute keine konkreten Sanktionen und schon gar nicht solche, die mit der Tat eintreten.

Aber die Laien, die hier die Kirchensteuer verteidigen, sind ja mit den Bischöfen zurzeit auf dem „Synodalen Weg“ und zwar erklärtermaßen „in kirchlichem Sinn“, das heißt im klassischen Verständnis in jener Haltung, die Entscheidungen der kirchlichen Autorität grundsätzlich mehr zutraut als dem eigenen Urteil. (…)

Die fahrlässig untätigen oder vertuschenden Hierarchen haben schon bisher erfolgreich den Sand der Verjährung rieseln und Täter- wie Opferleben verstreichen lassen. Sie führen die Verschleppung strategisch oder gedankenlos einfach fort und finden in den katholischen Funktionärslaien willige Helfer.

Prof. Lüdecke, der bereits 2011 in der Münchener Theologischen Zeitschrift umfassend den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Priester aus kirchenrechtlicher Sicht beleuchtet hatte, machte kürzlich in einem lesenswerten Beitrag im Blog Theosalon auf die Bedeutung der Liturgie als „inszenierter Ekklesiologie“ aufmerksam:

In Staat und Gesellschaft Demokrat(in) zu sein, in der Kirche aber Monarchist(in), kann nur mit immer neuer Kirchlichkeitsaufladung gelingen. Auch dem kann der bewusste Mitvollzug der liturgischen Kircheninszenierung in der je spezifischen participatio actuosa dienen.

„… erst, wenn jemand laut schreit“ – Interview mit Sr. Jordana Schmidt (Die Furche)

Geistlicher Missbrauch, also Missbrauch von Autoritätsverhältnissen in kirchlichen Gemeinschaften, war lange tabuisiert – und wird nun endlich öffentlich diskutiert. Auch die Dominikanerin Sr. Jordana Schmidt, einige Jahre Sprecherin der ARD-Sendung „Wort zum Sonntag“, war davon betroffen. Beim Österreichischen Ordenstag Ende November hat sie darüber referiert – und mit der Wochenzeitung DIE FURCHE (@diefurche) gesprochen:

Viele Machtstrukturen sind so stark, dass sie jeden Kontrollmechanismus überlagern. Auch im Fall meines Klosters gab es ja Visitationen seitens des Ordens – der Generalabt damals –, aber der war so sehr in seinem System gefangen, dass er nicht sehen konnte. Es braucht also auch Externe, und es braucht auch jemanden, der die Autorität hat, etwas zu ändern. Aber ab gewissen Strukturen und höheren Ämtern ist das schwierig. Letztendlich ist es nur der Papst, das ist aber nur eine Person, der etwa sagen kann. Und das ist eine schwere Last. (…) Es ändert sich ja nur etwas, wenn jemand laut schreit.

150 Jahre Erstes Vatikanisches Konzil

Die langen Schatten des Ersten Vatikanischen Konzils – Fabian Brand (katholisch.de)

Vor 150 Jahren begann das Erste Vaticanum: jene römisch Bischofsversammlung, bei der sich das papstzentrierte Kirchenbild durchsetzte. Seine Auswirkungen haben sich zu Problemen ausgewachsen, die bis in das Pontifikat von Papst Franziskus hinein spürbar sind, schreibt Fabian Brand (@FabianBrand102) bei @katholisch_de.

Mit der Verkündung des Unfehlbarkeitsdogmas ging das Konzil in die Geschichte ein. Doch der Weg dahin war lang, beschwerlich – und von Konflikten begleitet, beschreibt Simon Oelgemöller am gleichen Ort das „Ringen um die päpstliche Unfehlbarkeit“. Auch wenn Papst Pius IX. sein Ziel erreichte – für die römisch-katholische Kirche war das Ergebnis fatal, meint auch Alfried Schmitz im „Kalenderblatt“ des Deutschlandfunks.

Ist der Papst ein absoluter Monarch? – Jan-Heiner Tück (NZZ)

Am 8. Dezember 1869 hatte Pius IX. das Erste Vatikanische Konzil eröffnet. Zehn Monate später erklärten ihn die Bischöfe zur letzten Instanz in Glaubensfragen. Seit 150 Jahren beansprucht der Bischof von Rom, unfehlbar zu sein – mit fatalen Auswirkungen, meint Jan-Heiner Tück, Professor für Systematische Theologie an der Universität Wien.

In seinem Gastbeitrag in der Neuen Zürcher Zeitung (@NZZ) erinnert er an das lähmende Klima des Antimodernismus, intransparente Zensurmaßnahmen oder den römischen Zentralismus unter Papst Johannes Paul II. – sein Nachfolger Franziskus hingegen habe durch die Stärkung synodaler Elemente eine „heilsame Dezentralisierung“ eingeleitet.

Innerkatholische Polarisierung, Unfehlbarkeit und die Kunst der Neuinterpretation von Dogmen – Klaus Unterburger (feinschwarz.net)

Beim Ersten Vatikanischen Konzil ging es um eine Frage, deren Dramatik bis heute anhält: Gewinnt die römisch-katholische Kirche Gegenwartsrelevanz durch die Rezeption berechtigter Anliegen ihrer Zeit oder Identität durch Abgrenzung?

Der Regensburger Kirchenhistoriker Klaus Unterburger geht in seinem Beitrag der innerkirchlichen Polarisierung nach, debb nach dem Vatikanum standen sich gegensätzliche Deutungen des Konzils unversöhnt gegenüber.

Buntes

Mehr Taizé wagen! – Erik Flügge (Christ & Welt)

Erik Flügge (@erik_fluegge) fordert in seiner Kolumne in @christundwelt neue Formate, um Kinder und Jugendliche wieder für die Kirche zu begeistern. Mit der Jugend von heute drohe man auch eine kommende Elterngeneration zu verlieren, die den Glauben weitergeben könnte:

Ich möchte, dass jeder junge Mensch, der den Religionsunterricht besucht, zweimal in seiner Jugend eine Woche lang ein riesiges christliches Event miterlebt, bei dem es um gleichzeitig gelebten Glauben vieler junger Menschen geht. Weil nur in einer betenden Masse das persönliche Gebet plausibel wird. Ich denke dabei an die Orte und Formate des Christentums, die junge Menschen wirklich in großem Umfang begeistern.

Eine weitere Variante wären Wallfahrten: Jedes Jahr pilgern mehr Menschen auf dem Jakobsweg, auch 2019 wurde ein neuer Rekord erzielt.

Der Konsumterror als Perversion von Advent und Weihnachten – Gudrun Lux (katholisch.de)

Kaufen, kaufen, kaufen – das scheint alljährlich die Devise der Vorweihnachtszeit zu sein. Sich davon frei zu machen, ist schwer, kommentiert Journalistin und ZdK-Mitglied Gudrun Lux (@gudruncita):

Ich bin keine Kulturpessimistin und finde es sauertöpfisch, den „echten Nikolaus“ gegen sein zipfelmütziges Pendant auszuspielen. Ich liebe die Advents- und Weihnachtszeit nicht nur für ihre hymnischen Lieder und ihre religiöse Bedeutung, sondern auch für Glühwein- und Zimtduft, glitzernde Deko und schön verpackte Geschenke. Doch wenn daraus Konsumterror wird, der aus der angeblich besinnlichen doch vor allem eine hektische und stressige Zeit macht, dann ist das tatsächlich eine Perversion von Advent und Weihnacht.

Die Weihnachtsgeschichte, neu erzählt – Lorenz Meyer (Übermedien)

Einen besonders schönen Adventskalender hat sich der BILDBlogger und Comedian Lorenz Meyer (@shengfui) für das Magazin Übermedien (@uebermedien) ausgedacht: Jeden Tag lässt er die Weihnachtsgeschichte neu erzählen, mal aus der Sicht von Mario Barth („Pass uff! Waaahre Jeschichte! Kennste Kaiser Aujustus? Kennste??“), mal twittert @ClausKleber live aus Bethlehem.

In einer „Mitschrift der Bundespressekonferenz“ äußert sich Steffen Seibert (@RegSprecher) zur „Jesus-Position der Bundesregierung“, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer löst mit der Krippenfrage („Welche Gesellschaft soll das abbilden?“) auf Facebook einen Shitstorm aus und das Jesus-Baby bekommt „Post von Wagner“ im Stil der peinlichsten BILD-Kolumne.

NThK-Weihnachtsbücherei 2019 (Netzwerk Theologie in der Kirche)

Das Netzwerk Theologie in der Kirche (@nthk_de) hat auch in diesem Jahr wieder eine „Weihnachtsbücherei“ zusammengestellt, Bücher, die als Geschenke, aber auch als jahreszeitlich unabhängige Lektüre empfohlen werden.

Bibel

Wohnen wie Gott auf Erden – Werner Kleine (Dei Verbum)

Im Bibel-Blog Dei Verbum (@Verbum_Dei) unternimmt der Neutestamentler Werner Kleine (@WernerKleine) „adventliche Gedankenspiele über offenkundig zunehmende ontologische Differenzen in der Christusnachfolge“ und kritisiert …

… die Nonchalance, mit der die klerikalen Fehltritte – angefangen von banalen Luxusflugreisen, die schon eine Lüge wert zu sein scheinen, über die treulose Begleitung Argloser, bis hin zu den schweren Missbrauchsfällen – immer wieder vertuscht wurden und bisweilen noch werden. Es ist schon bezeichnend, wie oft klerikale Vorgesetzte angesichts der Taten von Klerikern die Barmherzigkeit in Anschlag bringen, die man doch dem armen Gefallenen gewähren müsse, während von der Barmherzigkeit mit den Opfern oft genug nicht die Rede war und sie bis heute um ihr Leben kämpfen müssen.

Neuer Podcast „Unter Pfarrerstöchtern“ erzählt die Bibel – Franziska Hein (evangelisch.de)

Viele Hörer kennen sie bereits von ZEIT Verbrechen: Die ehemaligen Gerichtsreporterin und inzwischen stellvertretende @DIEZEIT-Chefredakteurin Sabine Rückert (@alphahuhn) bringt nun ihren zweiten Podcast heraus. Mit ihrer Schwester, der evangelischen Theologin Johanna Haberer (@johannahaberer), will sie in „Unter Pfarrerstöchtern“ die Bibel von Anfang bis Ende erzählen. Die ersten Folgen erscheinen im zweiwöchigen Rhythmus immer freitags.

Predigt

Evangelium (Mt 11,2-11) – Kristell Köhler (In Principio)

Auf wen oder was wartest du? Das Thema „Warten“ spielt im Evangelium des 3. Adventssonntags eine besondere Rolle. Dabei geht es aber nicht nur das Warten an sich, sondern auch um die Klärung von Erwartungen. Nicht nur im Herangehen auf das nahende Weihnachtsfest, sondern auch bei all den anderen Dingen, deren Eintreffen wir ersehnen oder vielleicht auch befürchten, schreibt Kristell Köhler bei In Principio (@principio_in), dem Bibel-Projekt des Erzbistums Köln.

Passend zum Thema hat auch Philipp Greifenstein (@rockToamna) hier in der Eule darauf hingewiesen, dass sich die Kirchen in diesem Jahr mit dem „Erwartungsmanagement“ schwer taten.

Ein guter Satz

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