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Foto: "Radio" von Jeff Holt, CC BY 2.0

Abgehört (9): Wortkollektiv

Zwei Theologiestudentinnen fragen, erzählen und predigen. Der ziemlich neue Wortkollektiv-Podcast zeigt, wie gut man das Medium zum Nachdenken nutzen kann

Wo und Wie?

Wo: Überall, wo es Podcasts gibt. Über die Website.
Episodenlänge: 25-40 Minuten
Bisher erschienen: 8 Folgen
Social:Facebook, Twitter, Instagram

Der Fragebogen

Worum geht es in eurem Podcast?
Der wortkollektiv-Podcast ist ein Theologie- und Predigtpodcast. In erster Linie wollen wir ein Experimentierfeld für neue und alte Predigtformen sein. Manchmal stellen wir aber auch Themen oder Menschen vor.

An welche Zuhörerschaft richtet ihr euch?
An Theologiestudierende und kirchenaffine Menschen. Und an jeden, den es interessiert. Man weiß ja nie…

Verfolgt ihr ein höheres Ziel?
Uns ist es irgendwie vor allem wichtig, dass Predigt und Theologie nicht mehr als etwas komplett Weltfremdes und eher Negatives wahrgenommen wird. Außerdem wollen wir zeigen, dass man so ein Projekt einfach machen kann.

Wer spricht euren Podcast?
Friederike und Svenja, theologiestudierende Schwestern, die glauben, dass in den Bereichen digitale Kirche und Predigt noch mehr geht. Außerdem laden wir regelmäßig Gäste zu Gespräch und Predigt ein.

Friederike & Svenja

Und an welchem Tisch findet man euch in der großen Halle?
Seit wir den Podcast machen, fühlen wir uns ganz schön Gryffindor. Obwohl ich (Friederike) eigentlich überzeugte Hufflepuff bin – da ist es einfach entspannt und nett 😀

Welche ist eure Lieblingsfolge, und warum?
Svenja: #007 Das Ich auf der Kanzel, weil es um Fragen ging, die mich selbst immer noch sehr beschäftigen und das Gespräch darüber mit Charlotte sehr bereichernd war. Außerdem war es spannend, in #005 Einblicke in die Krankenhausseelsorge zu bekommen.

Friederike: Ich fand auch die Folge zur Krankenhausseelsorge sehr cool, wegen der Einblicke, aber vor allem, weil ich Susanne für einen ziemlich inspirierenden Menschen halte. Auch wenn das Mikro in der Folge verrückt gespielt hat… Außerdem liegt mir die Folge zum Struggle im Theologiestudium sehr am Herzen, weil ich da das Gefühl hatte, wir öffnen ein Feld, was echt wichtig für einige ist. Die Predigt in der Folge hat mich auch sehr berührt.

Welchen Themen wollt ihr euch als nächstes widmen?
Svenja: Im Moment beschäftigen wir uns mit sehr auf das Individuum und die innere Auseinandersetzung bezogenen Themen und Fragen. Ich würde gerne etwas politischer werden.

Friederike: Ich würde ganz gerne etwas zu Digitaler Kirche an sich machen.

Habt ihr ein Podcast-Vorbild oder einen Podcast außer eurem eigenen, den ihr unseren Leser_innen ans Herz legen willst / wollt?
Svenja: Ehrlich gesagt höre ich selten Podcasts, weil ich so ein schrottiges Handy habe. Ich höre viel Deutschlandfunk Kultur und ab und zu den Offenbartcast (s. Abgehört (1): Offenbart Podcast – Der bärtigste Bibelcast im Web), den ich mag, weil er auf ungezwungene und sympathische, aber nicht oberflächliche Weise die Bibel anschaut.

Friederike: Ich finde Elementarfragen von Viertausendhertz stark. Das ist zwar kein christlicher Podcast, aber das macht ja nichts 😉

Hört ihr euren Podcast auch selbst an?
Ich (Friederike) höre die Folgen nie wieder an, nachdem ich sie geschnitten und veröffentlicht habe. Das ist eine seltsame Angewohnheit, aber ich wende mich dann lieber den neuen Sachen zu. Was raus ist, ist raus.

Ein Bibelwort, das euren Podcast treffend beschreibt:
Mt, 11,15: Wer Ohren hat, der höre!

Abgehört

#005 Im Krankenhaus ist Ostern Alltag

„Ein sehr interessantes Gespräch mit einer Krankenhausseelsorgerin, in dem die wichtigen (und richten) Fragen gestellt und beantwortet werden. (So wünscht man sich Kirchenradio). Und das liegt zum einen am Format, weil sich die beiden Gesprächspartnerinnen hier Zeit nehmen können, aber auch an der gut vorbereiteten und zugänglichen Fragestellung. Es gelingt ein guter Einblick in die Welt der Krankenhausseelsorge, Aufklärung im besten Sinne.

Ein Wort zu den Predigten und Andachten, die in jeder Folge gehalten werden: Hier finden sich die oft geforderten jungen Predigerinnen, die etwas zu sagen haben und auch wissen, wie man das anstellt. Wie? Indem sie offen bleiben und eigentlich immer eine lernende, neugierige Haltung einnehmen. Das geht auch auf der Kanzel!“ (pg)

Ein guter Satz

„Erstmal hören und die Auseinandersetzung ist dann der nächste Schritt.“

– aus Folge #007 Das Ich auf der Kanzel


Die bisherigen Ausgaben unserer Podcast-Vorstellungen Abgehört.

Unter dem Titel Abgehört stellen wir alle zwei Wochen einen Podcast vor, der sich mit christlichen oder theologischen Themen auseinandersetzt. Weitere Vorschläge und Hinweise könnt ihr gerne direkt in die Kommentarspalte packen oder per Email an redaktion@eulemagazin.de schicken.

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