Interview Zukunft der Theologie

„Schließungen sind nicht der richtige Weg“

Die Zahl der Theologiestudierenden geht zurück. Deshalb wird über die Reform des Studiums und die Schließung von Fakultäten und Instituten nachgedacht. Hat die Theologie eine Zukunft an der Universität?

Eule: Herr Müller, wie viele Menschen studieren denn gegenwärtig evangelische Theologie? Auf der Website des Evangelisch-Theologischen Fakultätentages (E-TFT), dem Sie vorsitzen, wird man diesbezüglich nicht schlauer.

Andreas Müller: Der Fakultätentag erhebt diese Zahlen auch nicht, sondern ist eine mehr oder weniger ehrenamtliche Unternehmung, die der Koordination der Fakultäten dient. Die Studierendenzahlen werden durch das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erhoben. Auf der EKD-Website finden sich die jeweils aktuellen Zahlen und weitere Informationen. Gegenwärtig studieren rund 17.000 Personen einen evangelisch-theologischen Studiengang. Davon sind ca. 10.000 Lehramtsstudierende und 3.500 Studierende mit Zielrichtung Pfarramt.

Sie werden auf der EKD-Website allerdings keine Aufschlüsselung nach unterschiedlichen Studienstandorten finden. Weil die Zuordnungen von Studierenden mit verschiedenen Status an den Universitäten voneinander abweicht, kann man die nicht einfach nebeneinanderlegen. Wir wollen bewusst auch keine öffentliche Konkurrenz austragen. Die Gesamtzahlen der EKD sind aussagekräftig und in ihrer Tendenz ja auch eindeutig.

Eule: Derzeit wird von einem dramatischen Einbruch der Studierendenzahlen gesprochen. Stimmt das? Oder haben wir es nicht vielleicht doch eher mit der Fortsetzung eines kontinuierlichen Rückgangs zu tun?

Müller: Ich sehe eigentlich keine neue Dramatik. Das Interesse am Theologiestudium war immer schon Schwankungen unterworfen. Wir sind gerade in einer Phase, in der die Studierendenzahlen zurückgehen. Das ist allerdings nicht nur bei der Theologie der Fall. Die Gesamtstudierendenzahl in Deutschland geht zurück, die der Geisteswissenschaften im Besonderen.

Wir beobachten auch, dass der Imageverlust von Kirche und Theologie in unserer Gesellschaft einen Rückgang der Studierendenzahlen zur Folge hat. Eine Rolle spielt sicher auch die geringe Attraktivität des Berufs der Pfarrer:in. In diesem Bereich gehen auch die Studierendenzahlen deutlicher zurück. Bei den Lehramtsstudiengängen lässt sich Vergleichbares nicht beobachten. Und das Interesse an anderen Studiengängen, die auch an theologischen Fakultäten durchgeführt werden, ist relativ stabil.

Eule: Kann denn aus der Talfahrt nicht wieder ein Höhenflug werden? In den vergangenen Jahrzehnten, Sie haben es angedeutet, konnte man ja durchaus solche Konjunkturen beobachten.

Müller: Ich bin kein Prophet, Herr Greifenstein. Ich befürchte, dass sich die Studierendenzahlen nicht so schnell erholen werden, unabhängig davon, welche Maßnahmen wir nun an den Universitäten ergreifen. Wenn es nicht attraktiver wird, Pfarrer:in zu werden, wird sich wenig ändern. Ich verstehe die Wahrnehmung einer mangelnden Attraktivität des Berufs persönlich nur bedingt, möchte ich gerne hinzufügen. Aufgrund der anstehenden Welle von Pensionierungen müssten die Kirchen jedenfalls großes Interesse daran haben, dass wieder mehr junge Menschen Theologie studieren.

Eule: In einem vieldiskutierten Gastbeitrag in der FAZ (€) haben Hans Michael Heinig, Christoph Markschies und Stephan Schaede einige der Probleme der Theologie an Universitäten diskutiert. Ist denn das Angebot angesichts geringer Studierendenzahlen tatsächlich überdimensioniert, so dass man eigentlich Fakultäten oder Institute schließen müsste?

Müller: Zunächst muss ich meiner Irritation Ausdruck verleihen im Blick darauf, wer sich da zu Wort gemeldet hat. Alle drei Autoren sind nicht oder nicht mehr an theologischen Fakultäten beheimatet, sehr wohl aber der EKD und Theologie auf vielerlei Weise verbunden. Es handelt sich, so will ich es sagen, um eine Analyse von außen.

In dem FAZ-Gastbeitrag werden zwei Dinge zusammengedacht, die man meines Erachtens stärker voneinander getrennt diskutieren muss: Nämlich zum einen die Frage nach überdimensionierten Standorten und zum anderen die Frage nach einer Studienreform. Kollege Markschies plädiert vor allem für eine Studienreform, die ein zeitgenössisches Studium ermöglicht. Die beiden EKD-Vertreter scheinen vor allen Dingen ein Interesse an Konzentration zu haben.

Ich finde es etwas merkwürdig, dass gerade die EKD über solche Schließungen nachdenkt. Das ist eine ganz andere Tendenz, als wir sie in der katholischen Kirche und Theologie beobachten können. Die Bischofskonferenz besteht auf dem Erhalt sämtlicher Standorte. Die EKD plädiert hingegen dafür, Standorte zu konzentrieren. Mir ist offen gestanden, also von Seiten des Fakultätentages, noch nicht ganz klar geworden, welches Interesse die EKD dabei verfolgt.

Eule: Die drei Autoren schreiben, es brauche statt „schleichender Erosion und zufälliger Disruption“ eine „planvolle Konzentration und Reorganisation“. Haben wir es hier mit Euphemismen zu tun, wie sie aus den Kürzungsplänen von evangelischen Landeskirchen reichlich bekannt sind?

Eule: Das kann man mit Sicherheit so sehen. Zu Standortschließungen muss zunächst einmal gesagt werden: Wenn wir Standorte schließen, werden wir deutlich weniger Religionslehrer:innen generieren. Denn Studierende, gerade in den Lehramtsstudiengängen, wählen ihren Studienort aus guten Gründen häufig in ihrer Heimatregion. Wenn man die Theologie an diesen kleineren Studienorten schließt, werden sich Studierende eben für ein anderes Zweitfach entscheiden. Die Folge wäre ein massiver Rückgang an Lehramtsstudierenden der evangelischen Theologie.

Als Idealbild für eine Konzentration werden im Artikel die Divinity Schools in den USA in die Debatte eingebracht, an denen Theolog:innen aus unterschiedlichen Konfessionen oder sogar Religionen gemeinsam lehren. Dieses Modell hat gewissen Reize, aber auch Probleme. Divinity Schools werden in erster Linie durch hohe Studiengebühren finanziert und nicht durch einen Staat, der Interesse daran hat, bestimmte Berufsfelder mit Absolvent:innen zu versorgen. Diese Unterschiede werden von den Autoren gar nicht thematisiert.

Eule: Die geringe Auslastung der vorhandenen Kapazitäten ist allerdings ein Problem. Fabian Reinboth vom Studierendenrat Evangelische Theologie (SETh) berichtet im „Eule-Podcast“ von einigen Schwierigkeiten, die sich daraus für Student:innen ergeben: Seminare, die wegen zu geringem Interesse ausfallen und mangelnde Vielfalt im Angebot. Die Studierendenperspektive spielt in der Debatte kaum eine Rolle.

Müller: Das ist nicht nur aus Sicht der Studierenden problematisch, sondern auch aus der Perspektive der Lehrenden. Mir macht es auch keinen Spaß, mit drei Leuten ein Seminar zu machen und keine Referate, keine Vorbereitungen mehr richtig verteilen zu können. An den meisten Fakultäten sehe ich die Lage nicht so dramatisch, wie sie Heinig, Markschies und Schaede darstellen, aber es gibt Fakultäten, die da tatsächlich ein Problem haben.

Das spricht allerdings nicht gegen den Erhalt des Faches. Es gibt andere Orchideenfächer, die noch viel orchideenhafter sind als die Theologie. Wir sollten nicht allein mit Auslastungszahlen für oder gegen ein Fach argumentieren. Ich trete für eine Universität ein, an der das Ideal der Universitas hochgehalten wird und nicht nur das angeboten wird, was vermeintlich der Wirtschaft dient.

Eule: Heinig, Markschies und Schaede problematisieren auch, wer eigentlich noch zum Theologiestudium kommt. „Früher“ seien es „gebildete Bürgertumskinder“ gewesen, heute „immer mehr fromme Menschen, die glauben, eigentlich gar kein Studium zu brauchen,“ oder Menschen „ohne alle religiösen Hintergründe, die sich verwundert fragen, wieso Jesus von Nazareth zur Zeit des Kaisers Augustus geboren wurde“.

Rückmeldungen dazu, wie sich die Studierendenschaft in den letzten Jahren verändert, erhalten wir bei der Eule auch von Menschen, die an den Fakultäten und Instituten lehren: Weniger Pfarrer:innen-Kinder, weniger Nachwuchs aus der Evangelischen Jugend. Aber die Sprache verrät schon eine gewisse Geringschätzung, nicht?

Müller: Ja, und diese Diagnose entspricht zumindest auch nicht meinen persönlichen Beobachtungen. U-Boot-Studierende, die alles über sich ergehen lassen und nach dem Studium ohne Veränderungen an ihrem Frömmigkeitsprofil, an ihrer Kritikfähigkeit gegenüber bestimmten Glaubensaussagen wieder auftauchen, hat es auch zu meiner eigenen Studierendenzeit gegeben.

Wir machen natürlich alle die Beobachtung, dass bei gegenwärtigen Studierenden viel weniger Voraussetzungen für ein Theologiestudium vorhanden sind als früher. Das betrifft schon die Sprachen. Es kommt eigentlich niemand mehr an die Universität, der alle drei Sprachen schon an der Schule gelernt hat und sozusagen studierfähig wäre. Der Traditionsabbruch in unserer Gesellschaft ist deutlich. Wir haben nicht mehr die bildungsbürgerlichen Voraussetzungen des 19. Jahrhunderts und können deswegen auch nicht mehr ein Studium à la 19. Jahrhundert fahren. Darin stimme ich den Autoren ausdrücklich zu.

Allerdings sind die Impulse der Drei uns Akteur:innen an den Fakultäten keineswegs fremd. Wir sind auf dem Weg der Studienreform schon ein gutes Stück vorangekommen. Dazu gehört unter anderem eine stärkere Vermittlung propädeutischen Wissens, die wir ins Studium einbauen müssen. Dazu gehört eine verbesserte Verflechtung von Studieninhalten unterschiedlicher Fachkulturen, also Interdisziplinarität. Dazu gehört natürlich auch eine stärkere Orientierung an den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, also Pluralismus- und interkulturelle Kompetenz.

Eule: Mit der Studienreform haben wir uns zuletzt im vergangenen Jahr in der Eule befasst. Mit Thesen aus dem Mittelbau zum Reformvorhaben und auch mit der Veröffentlichung des bisherigen Beratungsstands. Wo steht denn die Studienreform jetzt? Kann man ab dem Herbst 2026 nach dem neuen Studienplan studieren?

Müller: So schnell wird das sicher nicht gehen. Wir haben keinen Mangel an Reformbereitschaft, aber 19 Fakultäten und drei Hochschulen müssen erst einmal auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Wir haben uns in Göttingen letztes Jahr auf dem Fakultätentag entschieden, dass wir die Möglichkeiten, zu einem kirchlich anerkannten Abschluss des Theologiestudiums zu kommen, weiten wollen. An einigen Fakultäten wird es weiter den Magister Theologiae geben, andere Fakultäten steigen vollständig auf Bachelor-/Master-Studiengänge um.

Wir sind aktuell dabei, eine gemeinsame Rahmenstudienordnung zu schaffen, die es ermöglicht, zwischen den einzelnen Fakultäten hin und her zu wechseln – auch mit den unterschiedlichen Studiengängen im Hintergrund. Das ist ein ziemlich komplizierter Prozess, der deswegen auch länger dauert, als sich das viele wünschen würden. Ich hoffe, dass wir in Jena im Oktober 2026 eine Rahmenstudienordnung verabschieden können, die es uns dann ermöglicht, Rahmenprüfungsordnungen für die jeweiligen Studiengänge zu entwerfen. Ich gehe davon aus, dass wir im kommenden Jahr auf der Tagung in Marburg diese dann endgültig verabschieden können. Das ist der Plan. Kontingenzen sind immer einzurechnen.

Und es gibt schon jetzt Fakultäten, die nicht abgewartet haben und bereits nach Bachelor-/Master-Plänen studieren lassen. In Marburg gibt es zum Beispiel inzwischen einen akkreditierten Bachelorstudiengang Evangelische Theologie. Die Absprachen untereinander sind aber wichtig, weil sonst droht, dass Studierende nicht mehr wie bisher zwischen den einzelnen Fakultäten wechseln könnten. Das müssen wir unter allen Umständen verhindern.

Eule: Eine immer wiederkehrendes Frage der Studienreform ist, inwieweit die alten Sprachen – Hebräisch, Griechisch und Latein – weiterhin studiert werden müssen. Latein ist da ein wenig auf die Abschussliste geraten. Zugleich ist es diejenige der drei Sprachen, die immerhin noch an vielen Gymnasien gelehrt wird.

Müller: Die Sprachen sind natürlich auch schon lange Diskussionsthema bei uns im Fakultätentag. Wir haben uns 2023 in München entschieden, alle drei Sprachen beizubehalten, aber nicht einfach so weiterzumachen wie bisher. Zunächst geht es bei Latein nur noch um Grundkenntnisse und bei Griechisch um Graecumsniveau. Am Hebräischen wollen wir ganz bewusst nicht rütteln, auch im Blick auf eine positive Orientierung Richtung Judentum.

Dem Fakultätentag ist sehr klar, dass man die Sprachen nur dann noch studieren kann und sollte, wenn sie eng verbunden sind mit unseren einzelnen Fachkulturen. Die Sprachen vom theologischen Bedarf loszulösen, ergibt keinen Sinn. Unseren Studierenden muss deutlicher werden, als es früher der Fall war, dass Sprachen etwas mit Theologie zu tun haben und nicht nur ein „Karstgelände“ sind, durch das man erst mal gehen muss. Deshalb arbeiten wir an der stärkeren Integration der Sprachen in die theologischen Studieninhalte.

Ein zentrales Lernziel des Theologiestudiums ist, die Sprachfähigkeit zu stärken. Sprachfähigkeit braucht man in allen Bereichen der Theologie, von den historischen Fächern bis hin zur Praktischen Theologie, denn das zentrale Werkzeug der Theolog:innen ist die Sprache. Die Aufgabe der neuen Studienordnung besteht darin, deutlich zu machen, warum und in welchem Umfang Hebräisch, Griechisch und Latein solche Sprachfähigkeit wirklich ermöglichen.

Eule: Ein weiteres Problem ist das theologische Examen, in dem am Ende eines langen Studiums all das schöne Wissen binnen kurzer Zeit abgefragt wird. Dem Examen geht zumeist eine „Verdichtungsphase“ von einem Jahr voraus, die auch als „Bulimie-Lernen“ bezeichnet wird. Das Examen selbst wird von Studierenden teilweise als „Psychoterror“ und „existentielle Krise“ beschrieben.

Müller: An dieser Stelle hat es schon Erleichterung gegeben. Bereits der Mainzer Fakultätentag 2022 hat das Dilemma ein Stück weit aufgelöst, indem wir ermöglicht haben, Prüfungsleistungen vorzuziehen. Wir denken inzwischen über ganz andere Prüfungsformate nach. Da ist viel in Bewegung, auch angesichts der aktuellen Möglichkeiten mit generativer Künstlicher Intelligenz Arbeiten zu verfassen.

Ich glaube aber, dass das alte Examen durchaus manche positiven Nebeneffekte hatte. Ich habe erst verstanden, was Theologie als Ganzes eigentlich ist, als ich mich aufs Examen vorbereitet habe. Da hatte ich den Eindruck, ich sehe jetzt nicht mehr nur einzelne Bäume, sondern verstehe langsam, wie der Wald aussieht.

Eule: Das geht nicht ohne eine Prüfungswoche, in der sich nach Jahren des Studiums das Schicksal für Student:innen entscheidet – hopp oder top? Muss das Examen abhärten?

Müller: Nein, wobei ich auch schon so argumentiert habe. Für Theolog:innen ist es wichtig, auch in Stresssituationen auskunftsfähig zu bleiben. Das hat man natürlich bei der Vorbereitung und der Durchführung des Examens gelernt. Aber wir haben inzwischen begriffen, dass dieser Weg offensichtlich nicht mehr zeitgemäß ist. Nicht alle Fakultäten wollen das Examen abschaffen, aber die Mehrheit will in einzelnen Modulen abprüfen.

Eule: Kritiker der neuen Studienordnung wenden laut einem Bericht von Reinhard Bingener in der FAZ (€) ein, durch ständige Prüfungen würde das neue Theologiestudium „verschult“. Der Wunsch von Studierenden, „enger bei der Hand genommen zu werden“, sei bedenklich. Es sei „eine denkbar schlechte Voraussetzung für angehende Hirten, wenn sie sich nicht einmal selbst orientieren könnten“.

Müller: Die Aufgabe, sich in der ganzen Theologie zu orientieren, bleibt für Studierende doch bestehen. Es ist zugegebener Maßen nicht leicht, das Theologiestudium ohne ein Schlussexamen so zu entwerfen, dass diese Interdisziplinarität nicht aus dem Blick gerät. Eine Möglichkeit, die wir im Rahmen der Studienreform jetzt diskutieren, ist, Bachelor- und Masterarbeiten mit Disputationen zu flankieren, in denen Studierende ihre Arbeit im Blick auf verschiedene Fachkulturen verteidigen. Wir dürfen nicht aus dem Blick verlieren, dass studiert wird, um Theolog:in zu werden, nicht Alttestamentler:in, Neutestamentler:in oder Systematiker:in.

Eule: Welche theologischen Fakultäten können denn jetzt schließen, ohne dass der Wissenschaftsstandort Deutschland bedroht wäre?

Müller: Diese Frage kann und will ich Ihnen als Theologieprofessor und als Vorsitzender des Evangelisch-Theologischen Fakultätentages nicht beantworten. Heinig, Markschies und Schaede liegen richtig damit, dass weder die einzelnen Fakultäten noch der Fakultätentag oder gar die Kirche darüber entscheiden kann. Man möchte sich nicht selbst abschaffen, das ist vollkommen klar. Schließungen würden zu einer Reduktion der Studierendenzahlen führen. Deshalb meine ich weiterhin, dass sie nicht der richtige Weg sind.

Meines Erachtens wäre allerdings auch der Wissenschaftsrat oder ein anderes nationales Beratungsgremium mit der Aufgabe überfordert, eine Konzentration von oben, also Standortschließungen zu empfehlen oder gar zu steuern. Am Ende liegt die Entscheidung bei den einzelnen Universitätsleitungen und Landesregierungen, ob die Theologie an ihren Standorten einen Platz im Fächerkanon behalten soll. Ich rate ihnen dringend davon ab, ihre Universitas aufzugeben.


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Das Interview führte Philipp Greifenstein.