Newsletter Re:mind (45)

Wehrt euch!

Die EKD-Synode will über Demokratie und das Miteinander der Generationen beraten. Am Ende des „Super-Wahl-Jahres“ und der Synoden-Legislatur stehen die Zeichen auf Abschied und Fazit. Was will die Kirche eigentlich noch sagen?

Liebe Eule-Leser:innen,

herzlich willkommen zurück zum „Re:mind“-Newsletter! Es ist wieder etwas los. Auf den „Sommer unsers Missvergnügens“ ist mit den Landtagswahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt so etwas wie ein Herbst der äußerst gemischten Gefühle gefolgt, dessen Entwicklungen uns weit über das Jahr 2026 hinaus beschäftigen werden. Wollen wir hoffen, dass nun kein Winter der Entrüstung über uns hereinbricht …

Von heute an und bis Mittwoch tagen in Würzburg die Synoden der Evangelischen Kirche in Deutschland. Bereits heute beginnt die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche (VELKD) damit, fleißig ihre Tagesordnung abzuarbeiten, auf der u.a. eine „EKD-weit gültige Orientierung für Kasualien und weiteres kirchliches Handeln“ steht: die neue kirchliche Rahmenordnung „Evangelisch.Wiki“ soll nicht nur gegenüber den lutherischen, unierten und reformierten Traditionen achtsam sein, sondern auch einer begrenzten digitalen Mitarbeit zugänglich.

„Anfangs war ich selbst skeptisch“, ordnete der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Ralf Meister (Hannover), im vergangenen Jahr die Bemühungen ein, „aber nun bin ich beeindruckt“. Wäre es nicht prima, würde man zum Ende der 7. und letzten Tagung der 13. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ähnlich räsonieren können – nicht nur über die Würzburger Tagung 2026, sondern über die gesamte synodale Legislatur? In der Eule habe ich über alle Tagungen der 13. Synode ausführlich berichtet. Alle Berichte, Interviews, Analysen, „Splitter“, Podcasts und Live-Blogs finden sich hier in der Eule.

Am Ende des „Super-Wahl-Jahres“ und womöglich inmitten einer neuen Protestwelle der Jugend will sich die Synode schwerpunktmäßig mit der Demokratie und dem Miteinander der Generationen auseinandersetzen. Zur Erinnerung: Auf der Tagung 2025 in Dresden standen zwei Vorschläge für das Thema 2026 zur Debatte (Demokratie oder Generationenfrage), die dann gut evangelisch zustimmungsfähig harmonisiert wurden. Offiziell heißt der Themenschwerpunkt also: „Gemeinsam weiter – Kirche als Werkstatt für Demokratiebildung und intergenerationales Lernen als Ausdruck gelebten Glaubens“.

Ob es gelingt, aus Würzburg ein Wort zur Demokratie im Lande und/oder zu den Jugendprotesten von Bedeutung und Sinnhaftigkeit zu sagen, werden wir sehen. „Gemeinsam weiter“ geht es für die Synodalen schon mal nicht. Nicht nur die bisherige Präses, Anna-Nicole Heinrich, sondern ungefähr die Hälfte der Synodalen wird der nächsten, dann 14. EKD-Synode nicht mehr angehören, die sich im Frühjahr 2027 konstituieren (und eine:n neue:n Präses wählen) und im Herbst 2027 einen neuen Rat der EKD wählen wird. Einige langgediente Seelen der Synode werden sich verabschieden. Ihr Gesicht wird sich drastisch verändern, auch wenn sie sich zunächst nicht verkleinert hat. Dank der Jugendquote werden zum zweiten Mal sicher 15 % der Synodalen unter 27 Jahre alt sein.

Die Zeichen stehen also auf Abschied und Bilanz ziehen … Am Ende des „Super-Wahl-Jahres“ will die Evangelische Kirche ein Wort zur Demokratie sagen. Nach hunderten von Predigten, dutzenden Stellungnahmen und Positionspapieren, Kampagnen und Aktionen zu den Wahlen und zahlreichen #Verständigungsorten darf man fragen: Was will die Kirche eigentlich noch sagen?

„Überrascht nicht, interessiert nicht.“ – An diesen Satz des damaligen stellvertretenden CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden und heutigen Bundesverkehrsministers Steffen Bilger (CDU) zur kirchlichen Intervention während der Debatte um das „Zustrombegrenzungsgesetz“ kurz vor der Bundestagswahl 2025 erinnert man sich ob der synodalen Themensetzung ungern, aber unweigerlich.

Dass die Evangelische Kirche ein positiv-konstruktives Verhältnis zur Demokratie pflegt, ist spätestens mit der EKD-Demokratiedenkschrift von 1985 klar. Von der Demokratie als Lebensform muss man in den drei im Verbund tagenden evangelischen Synoden niemanden überzeugen. Ebenso wenig wartet außerhalb der Synode wohl ernsthaft jemand auf den nächsten evangelischen Zuspruch zur Stärkung von Demokratie und „gesellschaftlichem Zusammenhalt“.

Bitte mal konkret werden!

In der Evangelischen Zeitung zeigt sich darum Carina Dobra nachvollziehbar skeptisch darüber, was wohl bei der Synodentagung herauskommt. Sie wünscht sich, die Synode solle doch „konkret werden“. Das „Wortungetüm“ des Themenschwerpunkts komme „inhaltsleer daher“, beklagt Dobra, ebenso wie einen „unübersichtlichen Agenda-Dschungel“ und die Gründung von immer neuen Arbeitsgruppen.

Dass nun ausgerechnet die von ihr kritisierten „Synodalen Arbeitsgruppen“ keine ad hoc einberufenen thematischen Arbeitsgemeinschaften, sondern die drei ständigen Interessen- bzw. Neigungsgruppen sind („Gruppe Offene Kirche“, „Synodale Arbeitsgruppe Lebendige Kirche“ und „Gesprächskreis“), die laut Geschäftsordnung der Synode der „Vorbereitung, der Beratung und Willensbildung“ dienen sollen, könnte man beim Online-Flaggschiff der Kirchengebietspresse aber eigentlich schon wissen. Ebenso, dass die 13. EKD-Synode sich die dauerhafte Befassung mit dem „Missbrauch evangelisch“ auf jeder Tagung verordnet und (bisher) durchgehalten hat und „diesem emotionalen und unendlich wichtigen Thema“ also keineswegs zu wenig Zeit eingeräumt wird.

Ausgerüstet mit diesem Wissen und ein bisschen Synodenerfahrung lichtet sich der „Dschungel“ der Tagesordnung, die ganz genau so daherkommt, wie es seit Wiederaufnahme der analogen Beratungen 2022 üblich ist. Vollends in Richtung Pseudo-Kritik driftet Dobras Kommentar leider mit der Forderung ab, die EKD-Synode solle „konkret“ klären, was in den „Gemeinden vor Ort“ zu tun ist, „wie, bis wann, wer und mit welchen finanziellen Mitteln“. Dafür ist die Synode nicht zuständig. Zu schauen wäre hier vielmehr auf die Arbeit der (Landes-)Synoden der 20 EKD-Gliedkirchen, was der Kirchengebietspresse und ihrem digitalen Outlet Evangelische Zeitung von dieser Stelle aus nur empfohlen werden kann.

Demokratie und Miteinander der Generationen

Was die EKD-Synode bestenfalls leisten kann, jenseits ihrer Funktionen als Gesetzgeberin und Kontrolleurin im Gefüge der EKD-Organe, ist das Anzünden eines Scheinwerferlichts. Worauf und wozu? Dafür ist es dann doch nötig, sich den umständlichen Tagungstitel einmal anzuschauen. Da ist beispielsweise von „Werkstatt“ die Rede, was auf den prozessualen Charakter von Bildung hinweist und darauf, dass auch die Kirche beim Hineinwachsen in „Demokratiebildung und intergenerationales Lernen“ keineswegs fertig ist. Wer von einer „Werkstatt“ redet, ist sehr viel demütiger unterwegs. Für die Beratungen der Synode verheißt dies ein gerütteltes Maß an Introperspektive.

Und dann wäre da noch das Anhängsel „Ausdruck gelebten Glaubens“, das darauf verweist, dass es der Evangelischen Kirche nicht um eine unbestimmte Form der Bildung zu mehr Demokratie (Was heißt das eigentlich?) gehen kann, sondern sie immerfort danach fragen muss, was von Schrift und Bekenntnis her eigentlich geboten und von ihr gefordert ist. Es müsste – und wird, hoffentlich – den Synodalen darum gehen, was eigentlich eine qualifiziert evangelische Bildung zu Demokratie im Wechselspiel zwischen Menschen unterschiedlichen Alters bedeutet.

Womöglich werden also Religionsunterricht, Konfirmanden- und Jugendarbeit, Schulen und Kindergärten, gemeindliche und übergemeindliche Bildungsarbeit (Akademien!) und sogar die innerkirchliche Mitbestimmung als Themen in die Debatte eingebracht. So ganz konkret. Und hoffentlich nicht nur in „Murmelgruppen“. Feuilletonistische Generationenbegriffe können dabei übrigens gerne von vornherein außen vor bleiben.

Vorbereitet wurde der Themenschwerpunkt aus dem Kreis der Synodalen selbst u.a. von Arnd Henze, der bereits 2019 ein Buch mit dem Titel „Kann Kirche Demokratie?“ veröffentlicht hat (s. Eule-Interview mit Henze von 2019) und auf der EKD-Website im Vorfeld der diesjährigen Tagung erklärt: „Demokratie bedeutet, zuzuhören“.

Digital und „im Fleisch“

Am Samstagnachmittag ab 14 Uhr steht dafür der Studientag zum Themenschwerpunkt auf der Tagesordnung, der auch im Live-Stream verfolgt werden kann. Und weiter Zuhören bezüglich des Themenschwerpunkts dürfen die Synodalen dann am Dienstag, wenn zunächst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf seiner Abschiedstournee vorbeischaut und später der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) „im Fleische“ zur Versammlung sprechen wird.

Der Bundespräsident kommt mit seinen Evergreens Ehrenamt und verpflichtendes Dienstjahr im Gepäck nach Würzburg zu den evangelischen „Schwestern und Brüdern“. Das passt ja wie Faust auf Auge! Und sollte Markus Söder das Synodenplenum nicht ausgerechnet mit leerem Magen betreten, dann ist von ihm als ehemaligem bayerischen Landessynodalen eine Lobeshymne auf die Bindekräfte von Christentum und Tradition zu erwarten, für die, meine Damen und Herren!, wir hier schließlich selbstverfreilich allesammt eintreten, da bin ich mir sicher.

Was man also vor der diesjährigen Synodentagung wohlbegründet befürchten darf, ist eine Reprise des staatstragenden „Zusammenhalts“-Protestantismus voller Richtig- und Harmlosigkeiten. Leider hat der ja sowohl an den deutschen Wahlurnen wie auch in der Sprache an Attraktivität in unsern Zeiten erheblich eingebüßt.

Die 13. Synode war freilich schon mal weiter, nämlich als sie ihre Gehörgänge und den Scheinwerfer bewusst auf (jugendliche) Partner:innen im Ringen um konkrete gesellschaftspolitische Anliegen richtete. Leider wird die „Klimasynode“ von Magdeburg 2022 wegen des veranstalteten Aufruhrs um die „Letzte Generation“ und den Klimaschutz in Kirche und Politik vom evangelischen Betrieb ganz und gar nicht gern erinnert.

Und die AfD?

Besonders im Hinblick auf die Gefahr für die Demokratie hierzulande, den Rechtsextremismus und seinen parteipolitischen Arm, wird die Ausgangsfrage „Was will die Kirche eigentlich noch sagen?“ unbequem. So viel wurde schon gesagt, innerkirchlich und ökumenisch vereinbart, theologisch geklärt und per Kampagne und BischöfInnen-Reden versendet.

Der Rat der EKD hat in diesem Herbst „Orientierende Empfehlungen“ einer Arbeitsgruppe des EKD-Kammernetzwerkes verabschiedet, die sich dem Verhältnis von „Extremistischem politischem Engagement und kirchlichen Ämtern“ widmet (PDF). Eine erste Einordnung hat Henning Theißen, Direktor der Evangelischen Akademie der Nordkirche, bei den zeitzeichen vorgenommen.

Womöglich hilft aus der Misere, zu der ja gehört, dass der Extremismus der Mitte auch in der Kirche wohnhaft ist, bei einigen Mitarbeiter:innen der Diakonie wie auch an den Rändern der Gemeinden, ein tapferer Schritt nach vorn. Was folgt aus den Versäumnissen von gestern und der Urteilsbildung von heute für das Handeln von morgen?

Wie wäre es zum Beispiel, wenn die EKD-Synode sich mit einem Votum für ein AfD-Verbotsverfahren ausspricht? Wäre das nicht schon allein geboten, um sich selbst gegen die Angriffe der Partei zu verteidigen? Wo sind gute Wehr und Waffen der Kirche gegen Rechtsradikalismus, Nationalismus und Verrohung? Ist es nicht wenigstens Zeit für einen ver- und geordneten innerkirchlichen Bekenntnisprozess, wie ihn Kai-Ole Eberhardt anknüpfend an den „Kirchenlehrer des 20. Jahrhunderts“ Karl Barth in dieser Woche in der Eule beschrieben hat:

„Den Bekenntnisfall zu prüfen, kann ein Weg der Kirche sein, klar theologisch und gesellschaftlich wirkmächtig als Auslegerin des Evangeliums des Ersten und des Zweiten Testaments und ohne Verwechslungsgefahr mit einer politischen NGO zu sprechen.

Ein Bekenntnisprozess, wie er von Karl Barth vorgedacht wurde, in dem also Argumente und Beweggründe transparent gemacht werden und immer wieder neu nach dem Grund des kirchlichen Zeugnisses gefragt wird, wäre ein gangbarer Weg für eine Kirche, ohne sich moralisch und von oben herab über Christ*innen zu erheben, die die AfD wählen. Nur Mut!“

Aktuell im Magazin

Die AfD als Bekenntnisfrage der Kirche – Kai-Ole Eberhardt

Spalten Aktivist*innen und Kirchenleitende die Kirche, indem sie vor der AfD warnen? Was wir von Karl Barth über den Weg zu klaren Positionierungen und einen ehrlichen Dialog lernen können, erklärt der Theologe Kai-Ole Eberhardt (Universität Hannover):

„Im Kern geht es um die Glaubwürdigkeit des christlichen Zeugnisses. Damit verbindet sich die Diskussion, ob der Frage nach der Stellung der Kirche zur AfD nicht der Rang einer Bekenntnisfrage (Status Confessionis) zukommt, aus deren Klärung sich weitreichende Folgen auch für das Innenleben der Kirche ergeben, zum Beispiel für die Frage von Ausschlüssen von AfD-Politiker*innen – in traditioneller Begrifflichkeit: für die Kirchenzucht.“

„Wir Betroffenen reihen uns nicht mehr ein“ – Interview mit Franz-Josef Christoph (Betroffeneninitiative Hildesheim)

In der Ausstellung „In unseren Reihen“ in Hannover werden vom 13. bis 29. November Kunstwerke von Betroffenen sexualisierter Gewalt gezeigt. Ein Zeichen gegen das Schweigen und Vergessen.

„Der Titel der Ausstellung gibt einen Hinweis darauf, wo sexualisierte Gewalt geschehen ist und bis heute noch geschieht: In der Gemeinschaft von Menschen in der Kirche, manchmal auch in den Kirchgebäuden selbst. Wir Betroffenen reihen uns in diese Gemeinschaft nicht mehr oder ganz anders als früher ein. Wir fehlen jetzt in der Kirche. Wo wir früher waren, sind jetzt Plätze frei.“

Meine (fast) leere Kirche – Eva von Schirach

Wie lebt es sich in und um leere Kirchen? Was geschieht, wenn eine Dorfkirche ihren Zweck einbüßt und doch einfach stehen bleibt? Ein nachdenkliches Essay in Wort und Bild der Künstlerin Eva von Schirach zur Zukunft der Kirche und ihrer Kirchen:

„Glaube verstanden als „werklose Tätigkeit“7 zeigt sich im Handeln, in der menschlichen Interaktion. Dazu ist offensichtlich gar kein Kirchenraum nötig. Aber ich sehe auch, wie schwer dieses Loslassen ist. Ein Pfarrer in einer anderen Kirche in einem anderen Dorf schließt schweren Herzens mit dem Wort „Gottesdienstpause“ die Kirchentür zu und stellt traurig fest, dass niemand fragt: „Wann geht’s denn weiter?“

In seinen Augen beginnt nun eine stille Pause für die Ewigkeit. Er hat noch eine ganze Hand voll anderer liebevoll gepflegter Kirchen in seinem Gebiet. Aber in seinen Augen ist nun diese Kirche als liturgischer Ort für immer verloren und durch kein Seniorenheim, Sozialraum oder Waldlichtung zu ersetzen.“

Eule-Podcast RE: Oktober 2026 – Papst Leo vs. Trump, 20 Jahre „BigS“, Ausblick auf die EKD-Synode – Louis Berger und Philipp Greifenstein (65 Minuten)

Im Monatsrückblick des „Eule-Podcast“ diskutiert Eule-Redakteur Philipp Greifenstein diesmal mit dem Journalisten Louis Berger von der Kirche + Leben über den Streit zwischen Papst Leo XIV. und Donald Trump und die Lage des Katholizismus in den USA sowie den 20. Geburtstag der „Bibel in gerechter Sprache“.

Außerdem sprechen die beiden über die womögliche Kandidatur von Volker Wissing für das Amt des Präses der EKD-Synode und schauen auf die Tagung der EKD-Synode in Würzburg voraus. Am Ende der Episode gibt es zudem wieder zwei Medientipps des Monats – und ausführliche Shownotes zur Episode zum Nachlesen und Entdecken gibt’s natürlich auch.

„Bibel in gerechter Sprache“: Ein evangelischer Schatz wird 20 Jahre alt – Philipp Greifenstein

Vor zwanzig Jahren wurde die „Bibel in gerechter Sprache“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Was kann sie heutigen Bibelleser:innen immer noch oder neu bedeuten? Und was können wir aus diesem „Generationenprojekt“ für Konflikte und Debatten von heute über Bibel, Theologie und Vielfalt lernen? Ein Blick zurück auf „Kontinuitäten des Kulturkampfs“ und nach vorn:

„Die Jubiläumsausgabe zum 20. Geburtstag wartet nun mit einem neuen Vorwort der aktuellen EKD-Ratsvorsitzenden, Bischöfin Kirsten Fehrs, auf. Die Konflikte von damals kommen darin nur verdruckst zur Sprache: Trotz ‚manche[r] Skepsis‘ in der Vergangenheit, habe ‚sich gezeigt: Die Bibel in gerechter Sprache wird gelesen, gebetet und gepredigt‘, sie lade ‚dazu ein, vertraute Worte neu zu hören, eingefahrene Deutungen zu hinterfragen und die befreiende Kraft der biblischen Botschaft in ihrer ganzen Tiefe wahrzunehmen‘.“


Wegen der längeren Pause unseres wöchentlichen Newsletters kann ich hier – ganz wörtlich genommen – zwei schöne Eule-Jubiläen ins Gedächtnis zurückrufen: Im Oktober haben wir sowohl die 100. Episode des „Eule-Podcast“ feiern können als auch die 50. „Sektion F“-Kolumne von Carlotta Israel.

Zur 100. Folge des „Eule-Podcast“ haben Podcast-Host Michael Greder und ich jeweils drei Highlights aus fünfeinhalb Jahren „Eule auf die Ohren“ ausgewählt. Und die „Sektion F“-Etappe haben wir mit einer Extra-„Eule-Podcast“-Folge markiert, in der Carlotta und ich darüber diskutieren, was intersektionaler Feminismus und Kirche / Theologie einander wechselseitig bedeuten können: „Brauchen wir alle mehr Jesus?“


Auf geht’s nach Würzburg! Von Sonnabend bis Mittwoch werde ich aus der unterfränkischen Hauptstadt berichten. Zum zweiten Mal in diesem Jahr, denn im Frühsommer war ja bereits der Katholikentag dort zu Gast (wir berichteten). Ich freue mich auf intensive evangelische Stunden und Tage! Vielleicht sieht man sich ja auch persönlich?

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Ein schönes Wochenende wünscht
Philipp Greifenstein


Ein guter Satz

„Wer den politischen Auftrag der Kirche grundsätzlich kennt und anerkennt, der muss bereit sein, um Gottes Willen etwas Tapferes zu tun oder es sich mindestens gefallen zu lassen, wenn es an seiner Stelle nun eben vorläufig von anderen getan wird.“

– aus „Politische Entscheidung in der Einheit des Glaubens“ von Karl Barth (s. hier in der Eule)


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